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Private Krankenversicherung (PKV)
Seit 2007 besteht in Deutschland Krankenversicherungspflicht für alle Bürger.
Wir kennen bei den Krankenversicherungen zwei unterschiedliche Versicherungssysteme.
Das sind die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und die Privaten Krankenversicherungen PKV).
In einer GKV müssen sich alle Arbeitnehmer und Angestellten versichern, die unter einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze verdienen (im Jahr 2007 sind das 47700 € brutto). Alle anderen dürfen eine PKV auswählen.
Der Beitrag für die GKV wird prozentual vom Bruttoverdienst festgelegt. Er liegt zwischen 11 % und 16 %, je nach Krankenkasse. Etwa 50 % zahlt der Arbeitgeber.
Die Leistungen der GKV richten sich nach einem einheitlichen verbindlichen Leistungskatalog und sind überall gleich. In der Regel sind es Basisleistungen zur Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit, mit teilweisen Zuzahlungen. Was nicht im Leistungskatalog steht wird nicht bezahlt.
In der PKV richtet sich der Versicherungsbeitrag nach den gewünschten Leistungen, dem Eintrittsalter und Geschlecht des Versicherungsnehmers, sowie den jeweiligen Versicherungsbedingungen des Anbieters. Mit jeder Antragstellung muss ein Gesundheitsbogen ausgefüllt werden. Für gesundheitliche Risiken kann ein Beitragszuschlag erfolgen, oder das entsprechende Risiko wird nicht versichert. Es ist deshalb günstig, wenn sich junge Leute rechtzeitig für eine PKV entscheiden, weil hier das Eintrittsalter geringer ist und in der Regel noch keine gesundheitlichen Risiken bestehen. Bei Arbeitnehmern und Angestellten zahlt auch der Arbeitgeber ca. 50 % dazu.
Die Versicherungsleistungen kann der Versicherungsnehmer frei auswählen. Er kann einen Standardtarif, ähnlich wie in der GKV abschließen. Oder er wünscht sich bessere Absicherungen, mit alternativen Behandlungsmethoden und ohne Zuzahlungen. Auch Sonderleistungen sind versicherbar. Dazu zählen zum Beispiel Chefarztbehandlung im Krankenhaus, oder Einzelzimmer. Auch ein Kranken- oder Krankenhaustagegeld kann versichert werden.
Beim Arzt wird der Privatpatient sehr oft besser behandelt. Viele Ärzte haben für die Privat Krankenversicherten extra Sprechzeiten. Hier wird der Privatpatient auch beim Facharzt in der Regel ohne Wartezeit sofort behandelt. Viele Behandlungsmethoden sind in der GKV nicht versichert, die eine PKV
bezahlen kann.
Alle Leistungen werden zwischen Arzt, oder Krankenhaus mit dem Privatpatienten direkt abgerechnet. Je nach abgeschlossenem Tarif erhält dieser dann von seiner PKV das Geld zurück.
Ein Wechsel von der GKV zur PKV ist bis 55 Jahre, bei Erfüllung der Vorraussetzungen, immer möglich. Dabei müssen die Kündigungszeiten beachtet werden (in der Regel 3 Monate). Bei einer Beitragserhöhung besteht Sonderkündigungsrecht für den Versicherungsnehmer.
Der umgekehrte Wechsel von der PKV zur GKV ist nur noch mit Ausnahmen möglich. Die PKV sind seit 2007 verpflichtet für solche Fälle Basistarife anzubieten, die ähnliche Leistungen wie bei der GKV haben.
Bei Beachtung der Kündigungsfristen ist der Wechsel innerhalb der PKV bis 55 Jahre immer möglich, aber in der Regel wenig sinnvoll, weil die Beiträge schon durch das neue höhere Beitrittsalter des Versicherungsnehmers in der Regel höher werden.
Bei gleicher Absicherung können die Beiträge zwischen den einzelnen Anbietern von PKV unterschiedlich sein. Eine genaue Prüfung ist schon deshalb erforderlich, weil ein erneuter späterer Wechsel wenig effektiv ist.
Neben den Versicherern der Region sollten auch weitere andere Anbieter in den Vergleich mit einbezogen werden. Das kann sehr bequem und einfach am Computer über das Internet erfolgen. In der entsprechenden Tabelle werden die gewünschten Bedingungen eingetragen und sofort hat der Interessent die besten Anbieter aufgelistet. Sehr oft handelt es sich dabei um Direktversicherungsunternehmen. Diese Anbieter arbeiten ohne Außendienst und ohne Filialen wesentlich effizienter, als die traditionellen Versicherungen mit teuren Außendienst und Filialen. Diese eingesparten Kosten können sie in günstigen Angeboten an ihre
Kunden durchreichen. Fachlichen Rat gibt es oft rund um die Uhr am Telefon. Wer keinen Außendienst benötigt, kann seine PKV bei diesen Direktanbietern problemlos abschließen und oft viel Geld sparen.
Günstig ist, wenn besonders bei ausländischen Versicherern geprüft wird, das eine Niederlassung in Deutschland ist und deutsches Recht gilt.